Weil's gerade mehr oder weniger aktuell ist (ich denke, dass Canifair nichts gegen ein Zitat aus dem Newsletter einzuwenden hat):
Zitat:
Mittelmeerkrankheiten in Ungarn
Leider werden wir zur Zeit häufiger mit sogenannten Mittelmeerkrankheiten, besser genannt Reisekrankheiten, in Ungarn konfrontiert. Die Babesiose und Ehrlichiose wird in den meisten Fällen bereits in Ungarn entdeckt und behandelt, aber manchmal infizieren sich die Hunde auch erst kurz vor der Ausreise. Ebenfalls häufen sich die Fälle von Dirofilaria repens, einer Wurmerkrankung unter der Haut.
Ergänzend dazu:
Zitat:
Humane Dirofilariose in Ungarn: eine in Zentraleuropa neu auftretende Zoonose
In den gemäßigten Regionen Europas, vorwiegend in Italien, Frankreich und Griechenland, und in den letzten Jahren auch in Ungarn, führte ein spezieller Wurm, die Dirofilaria (Nochtiella) repens, zu Infektionen beim Menschen und verursacht eine autochthone humane Dirofiariose. D. repens ist ein Parasit von Hunden, Katzen und einigen anderen Raubtieren, und wird durch Mücken übertragen. Wir berichten über einen weiteren Fall und fassen die bisher in Ungarn beobachteten Fälle zusammen. PATIENTEN UND METHODEN: Die Autoren präsentieren einen Fall einer humanen Dirofilariose bei einem 56-jährigen Patienten mit Jucken und brennendem Gefühl in seinem rechtem Auge. Ein sich langsam bewegender, weißlicher, Zwirn-ähnlicher Wurm wurde durch Spaltlampenuntersuchung entdeckt. Die parasitologische Untersuchung identifizierte ihn als junge männliche Dirofilaria repens. Eine aktualisierte Übersicht über die ungarischen Fälle von 1880–2002 wird vorgestellt und zusätzlich 16 neuen Fälle analysiert, die in der Periode von 2001 zu 2006 diagnostiziert wurden. Das Durchschnittsalter dieser 16 neuen Patienten war 60 Jahre, acht Patienten hatten eine okulare, sieben eine subkutane Lokalisation. Bei einem Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie wurde histopatologisch aus einem axillärem Lymphknoten diagnostiziert. Keiner der Patienten hatte sich im Ausland aufgehalten. KONKLUSION: Die Mehrheit der in Urgarn beobachteten Fälle von Dirofilariasis muss als autochthon aquiriert angesehen werden. Die zunehmende Zahl an diagnostizierten Fällen spricht dafür, dass diese Zoonose auch in Zentraleuropa Verbreitung erlangt.
Quelle:
http://www.springermedonline.at
Hinweis: Der Artikel stammt aus Februar
2008!
Nochmal: Repens ist eine an sich keine schlimme Sache, die subkutane Form ist schnell diagnostiziert, lässt sich einfach behandeln und komplett ausmerzen. Aber man muss sich drum kümmern (testen), denn es ist übertragbar und wenn es zur okularen Form beim Menschen kommt (insbesondere Kinder oder alte Menschen), wird's echt unangenehm. Das muss schlicht nicht sein. Wir haben bisher von 10 Hunden etwa 3-4 Hunde positiv getestet.
Sabine